gastbeitrag
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Das Problem liegt hier wohl
Das Problem liegt hier wohl eher darin, dass sich der ehemalige Faschist und danach angebliche Widerständler Bruno de Angelis mit seinem Freund, dem SS-General Karl Wolf, der ihn dann ja zum Präfekten von Südtirol eingesetzt hat, nicht ausreichend abgesprochen hat. Aufgrund dieser Missverständnisse hat es ja noch zahlreiche andere Tote gegeben, an die heute niemand erinnert, weil sie nicht in das offizielle italienische Geschichtsbild passen. Aber für einen nationalistischen Bürgermeister in Meran ist das Massaker ein gefundenes Fressen.
Bei einer ideologischen,
Bei einer ideologischen, politischen Engführung der Geschichtsschreibung wird eben bewusst ausgeblendet. So z.B. hier, dass es auch den Widerstand des Andreas-Hofer-Bundes gegen Faschismus und Nationalsozialismus und die aktive Zusammenarbeit mit den Alliierten gab. Ethnische Zugehörigkeiten im Allgemeinen, wie Italienisch, Deutsch und die Gleichsetzung mit Gewalt- und Terrorherrschaft, sind Verallgemeinerungen bestimmter Hetzpropaganda.
Zum Gesamtbild gehört hier, es gab zahlreiche Endphaseverbrechen, in einigen Fällen sogar noch nach der in Kraft getretenen Kapitulation.
Insgesamt waren in dem Zeitraum mehr als 1700 Opfer zu beklagen. Die meisten Opfer, über 840, waren in Venetien zu verzeichnen. Im Piemont waren es über 280, in Friaul-Julisch Venetien knapp 220, in der Lombardei über 190 und im Südtirol-Trentino knapp 170 Tote.
Die Republik, welche den zweiten und letzten faschistischen Staat in Italien darstellte, hörte erst am 2. Mai 1945 auf zu existieren, als die am 29. April dieses Jahres unterzeichnete Kapitulation der deutschen und republikanisch-italienischen Streitkräfte im Norden des Landes wirksam wurde.
Vgl. auch, Federico Melotti: 13 giorni di sangue. L’Italia settentrionale e il Veneto, 23 aprile-6 maggio 1945. In: Gianluca Fulvetti, Paolo Pezzino (Hrsg.): Zone di guerra, geografie di sangue: L’atlante delle stragi naziste e fasciste in Italia (1943–1945). Il Mulino, Bologna 2016 ISBN 978-88-15-26788-7 S. 282.
Antwort auf Bei einer ideologischen, von △rtim post
Die eigentlichen Verursacher
Die eigentlichen Verursacher der über 1.700 Toten nach dem Waffenstillstand in Italien, der Kriegsverbrecher Hitler und sein Gewissen-loser Propagandaminister Göbbels, sind mit ihrer Devise vom „Wehrwolf und dem deutschen Volk das untergehen soll, wenn es zum Siegen nicht imstand ist,“ spätetestens ab 1944 auch für viele Millionen Toten und die Verantwortungs-losen Zerstörungen die Hauptschuldigen.
Mit schäbigen Selbstmorden haben sie sich viel zu spät, samt ihren Familien aus der Verantwortung gestohlen, für die ihre leichtfertigen NS-Vasallen mit den Nürnberger Urteilen büßen mussten.
Antwort auf Die eigentlichen Verursacher von Josef Fulterer
Das Massaker von Meran hat
Das Massaker von Meran hat aber nicht nach dem Waffenstillstand stattgefunden. Es war noch Krieg (der Titel dieses Artikels ist irreführend), und zwar die Endphase des Krieges in Südtirol, die davon gekennzeichnet war dass SS-Schergen, die sich vor der Verantwortung drücken wollten, den Schulterschluss mit den italienischen Partisanen suchten, bei denen es sich wiederum um ehemalige Faschisten handelte.