Kommentar
Der Frontalangriff von Thomas Benedikter auf Francesco Palermo und auf die Salto-Initiative zum Verfassungsreferendum erfordert eine energische Widerrede.

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Oskar Egger Do., 29.09.2016 - 07:19

Finde den Beitrag von Thomas Benedikter ist weder ein Frontalangriff noch geht er unter die Gürtellinie. Obiektiv wäre für mich eine Beleuchtung des Themas Verfassungsreform von allen Seiten, obwohl die Wahl hierzulande ja (leider)schon festzustehen scheint. Palermo ist sicher ein Experte, in dieser Sache aber kann er nicht neutral sein, genausowenig wie es Schuler zum Thema Landwirtschaft ist oder viele andere, die heute Macht ausüben. Diesen Qualitätssprung fordert aber Benedikter und nur dadurch werden fairnes und Transparenz möglich.

Do., 29.09.2016 - 07:19 Permalink
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gorgias Do., 29.09.2016 - 08:21

Palermo kann nicht an der Verfassungsreform Mitarbeiten und im Senat dafür abstimmen und gleichzeitig als neutrale Stimme und supra partes angesehen werden,so ausgewogen seine Position an sich auch sein mag. Ich sehe diese Bemerkung nicht als persönlichen Angriff an.
Ich kann jetzt nichts dazu sagen, wie man sich vorher an Salto gewendet hat, doch würde das zulassen von mehreren Stimmen auf gleicher Ebene und sie vielleicht auch in Dialog zu setzen, zu einer besserer Beleuchtung des Themas führen. Man hätte eine Diskussion als Video auf Salto stellen können. Das hätte das Medium selbst auch aufgewertet.
Stattdessen ist hier diese Reaktion: Eine pathetische Verteidigungsrede. Niemand hat Salto mit Maulkorbmethoden beschuldigt.

Do., 29.09.2016 - 08:21 Permalink
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alfred frei Do., 29.09.2016 - 08:42

Erlaube mir erneut einen Vorschlag einzubringen: Palermo und Peterlini
erklären sich zu einem Streitgespräch im Forum (Repetto-Stenico-Toni) bereit.
Dazu kommt noch die Zukunft ihres Senatswahlkreises und die Absicherung unserer Autonomie. Warum nicht ?

Do., 29.09.2016 - 08:42 Permalink
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Mattia Frizzera Do., 29.09.2016 - 08:55

Mancano ancora 66 giorni... sarà la campagna referendaria più devastante della storia della Repubblica. Visto che su salto ognuno può loggarsi e scrivere, non capisco però dove sia il problema della par condicio...

Do., 29.09.2016 - 08:55 Permalink
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pérvasion Do., 29.09.2016 - 11:00

Ich bin gegen Par-Conditio-Regelungen, was ich auch unter Thomas' Beitrag geschrieben habe. Jedes Medium soll meiner Meinung nach frei sein, sich klar zu positionieren (oder aber es nicht zu tun), auch wenn es öffentlich bezuschusst wird. Aber so zu tun, als könne Herr Palermo gleichzeitig Politiker und unabhängiger Experte sein, finde ich ehrlich gesagt unredlich.

Do., 29.09.2016 - 11:00 Permalink
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paul koellensperger Do., 29.09.2016 - 14:24

Lieber Christoph, Frontalangriff? Persönliche Beleidigung? Empörung und Entsetzen? Maulkorb? Sorry, aber das ist Unsinn. Ich finde die Kritik von Thomas Benedikter erlaubt und auch begründet und keineswegs auf der persönlichen Ebene. Ich schätze beide, den Thomas wie Francesco Palermo, sehr. Hätten wir nur mehr von ihrer Sorte. Aber es ist auch sonnenklar, dass Senator Palermo in der Öffentlichkeit für das JA zu einer Reform eintritt, an der er selbst mitgearbeitet hat und für die er stets im Senat gestimmt hat (obwohl er offen lässt, wie er als Privatperson abstimmen wird). Wer am 16. September am Infoabend des PD zur Reform dabei war, kann dies bestätigen. Dass Francesco ob seiner echten intellektuellen Redlichkeit nicht verschweigt, dass ihm gar einige Aspekte der Reform Bauchschmerzen bereiten, rechne ich ihm hoch an, aber es darf die Frage aufgeworfen werden, ob er ein „super partes“ Experte ist. Deine überzogene Reaktion auf diese Frage überrascht mich. Salto kann natürlich einladen wen es will, aber wenn dein Ziel es ist, wie du scheibst, „den Austausch der Ideen“ zu fördern, dann wäre es einfacher Pro & Contra Positionen zu Wort kommen zu lassen. Denn echte unabhängige und völlig neutrale Meinungen gibt es in Südtirol wohl zu keinem politischen Thema. Ich kann ein Lied davon singen, gestern war ich auf einem Gesprächsabend in Meran und der vermeintliche unabhängige Experte (Jens Wölk) war wie Palermo für das Ja (auch er mit Bauchweh) - hatte das aber zumindest auch gleich am Anfang gesagt. Nächste Woche werde ich am runden Tisch in der RAI sein, und die „unabhängige“ Expertin wird Frau Happacher sein. Wie unabhängig, werden wir sehen...

Do., 29.09.2016 - 14:24 Permalink
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Christoph Fran… Do., 29.09.2016 - 15:54

Antwort auf von paul koellensperger

Lieber Paul, Salto hat nie von einem unabhängigen Experten „super partes“ gesprochen. Sondern ich habe bei der Vorstellung der Initiative am 9. September 2016 auf Salto geschrieben:

„Francesco Palermo wurde auf einer Liste des PD und der SVP in den Senat gewählt. Er selbst sieht sich als “Parteiloser und unabhängiger Senator". Trotzdem werden manche jetzt sagen, man will hier für ein Ja werben. Ich kann Sie beruhigen: Salto und Francesco Palermo werden weder für ein Nein noch für ein Ja die Werbetrommel rühren. Palermo ist einer der profiliertesten Verfassungsrechtler dieses Landes. Er wird diese Reform erklären, ihre Auswirkungen und Folgen und er wird Informationen geben, die für eine bewusste Stimmabgabe hilfreich sind. Es ist Art technischer Service an die Demokratie."

Nachdem ich mir die Videos und Antworten Palermos angeschaut habe, bin noch mehr der Meinung, dass dieser Vorsatz aufgeht. Aber anscheinend zählen Inhalte nicht.
Oder gibt es eine konkreten Vorwurf oder Beweis, wo Francesco Palermo auf Salto eine ausschließliche JA-Position vertreten hat?
Im Gegensatz zu jene, die jetzt die Gesetzgebung anrufen. Thomas Benedikter hat erst am 24. 9 auf Salto die 20 Gründe für ein Nein beim Referendum propagiert. Demnach hat Salto die par condicio wenn schon auf der anderen Seite verletzt.

Do., 29.09.2016 - 15:54 Permalink

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