Geschlechter
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Südtirol meint immer, es
Südtirol meint immer, es müsse erst das warme Wasser erfinden. Man geht mit Idealismus an eine Sache heran und meint, dass man es schon hinbiegen kann. Berücksichtigt dabei aber nicht, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, um überhaut eine Chance haben zu können, Stereotypen aufzuweichen. Professor Ludger Bußhoff (Theorien und ihre Bedeutung für die Praxis der Berufsberatung ) hat schon vor Jahrzehnten dazu geforscht und Erwin Egloff hat didaktische Hilfen für die Pädagogen ausgearbeitet. Man glaubt aber Berufswahlvorbereitung auf einige Veranstaltungen abkürzen zu können.
In Deutschland hat man auch schon vor Jahrzehnten mit Werbekampagnen Mädchen für Männerberufen zu begeistern versucht. Es war langfristig ein Flop und man hat es wieder sein lassen. Wahrscheinlich hat man das wieder vergessen!
Antwort auf Südtirol meint immer, es von Sepp.Bacher
Genau: man rennt auch gegen
Genau: man rennt auch gegen die Wand wenn man Buben das spielen mit Maschinen, Technik, usw. verbietet, damit sie mehr „weibliche“ Berufe anstreben. Es sind nicht alle gleichmachbar und das ist auch gut so. Es sollte vielmehr versucht werden die wahren Interessen und Talente zu fördern; dafür sind die Kinder weit mehr zu begeistern als für Genderstatistiken und abstrakten ideologischen Zielen. Und Gehaltsunterschiede zulasten von sozialen Berufen usw. sind auszugleichen bzw. aufzuheben.
sehr großen Bekanntheitsgrad
sehr großen Bekanntheitsgrad haben die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht, denn im Jahr 2014 konnte man mir weder in der Berufsberatung noch in der Jugendarbeit sagen was da genau ablief und ob das noch aktuell sei.
Antwort auf sehr großen Bekanntheitsgrad von Michael Bockhorni
Ich bin als Berufsberater
Ich bin als Berufsberater schon neun Jahre in Pension. Über die Gegenwart kann ich nichts sagen. Aber vertiefte Auseinandersetzung mit komplexen Entwicklung- und Identitätsprozessen war schon zu meiner Zeit weder bei Lehrpersonen, noch bei Eltern und auch bei Berufsberater/inne/n nur eingeschränkt beliebt. Viele Leute ticken eben eher oberflächlich.
In Südtirol haben
In Südtirol haben technischnaturwissenschaftliche Berufe eh geringere Chancen, die Hotelmanagerin ist da sicher gefragter. Die Architektin hätt ich mir eigentlich schon vorgestellt. Aber vielleicht ist das nur etwas Grossstädterisches, hier muss man auf den Bau.
Ich versteh nur eins nicht: warum immer dieser Bammel vor dem Computer?
Ein erster Chi^2 Test zeigt übrigens eine sehr hohe statistische Signifikanz des Ergebnis. Mandl und Weibl sind so weit voneinander, dass man Geschlechterspezifische Präferenz nicht leugnen kann. Selbst wenn das nur eine Schule war, ist der Schluss eher auf die Gesamtschülerschaft zulässig.
Antwort auf In Südtirol haben von Roland Kofler
Meines Erachtens muss man
Meines Erachtens muss man diese Liste der Präferenzen nicht so als definitiv sehen. Wenn ich richtig verstanden habe, ist das erst der Beginn eines Prozesses in der Mittelschule, wenn Eltern ihre Berufe vorstellen. Das ist wohl erst der Beginn einer Auseinandersetzung. Der von mir oben zitierte Bußhoff ist nach seinen Studien zum Schluss gekommen, dass Jugendliche erst zwischen 14/15 und 18 Jahren die Fähigkeit entwickeln, sich rational mit der Berufswahl ( Wünsche, Interessen, Fähigkeiten, Arbeitsmarkt, Zukunftsperspektiven etc.) auseinander zu setzen. Schätzungsweise würden im Matura-Jahr mehr Mädchen sich für Architektur, ja vielleicht auch für Informatik interessieren bzw. entscheiden. Hotelmanagerin ist bei den Mittelschülerinnen wohl noch nicht bekannt.
Niemand denkt an die
Niemand denkt an die Folgekosten, wenn plötzlich eine junge Frau in einem Klein- und Mittelbetrieb im gewerblichen Bereich arbeiten will. Für sie müssen eigene Toiletten und Duschen bereit gestellt werden, denn Kollegin Schlosser oder SchweißerIn wird nicht unbedingt mit ihren Kollegen unter der gleichen Dusche stehen wollen. Das sind Kosten, die nicht dadurch umgangen werden können, dass die Kollegin, die Sozialräume im kaufmännischen Bereich mitbenutzt. So weit geht die Solidarität unter Frauen dann doch nicht, als dass die gewerbliche Mitarbeiterin auf die „kaufmännische“ Toilette gehen dürfte. Eine Dusche gäbe es dann sowieso nicht. Somit kollidieren an sich lobenswerte Bestrebungen in der Berufspädagogik mit dem betrieblichen Alltag. Man bedenke die Struktur der südtiroler Wirtschaft. Viele Betriebe sind Klein- und Mittelbetriebe werden die notwendigen Vorleistungen nicht erbringen wollen.
Frauen müssen quasi zu
Frauen müssen quasi zu technischen Berife
Frauen müssen quasi zu
Frauen müssen quasi zu technischen Berufen gezwungen werden. So gab es in kommunistischen Ländern und in verschiedenen Entwicklungsländern mehr Frauen in technischen Berufen. In liberalen Gesellschaften wo Frau die Wahl hat wählt sie nach ihren individuellen Vorlieben.
Das Problem liegt darin dass das Feministen und Genderidieologen nicht ins Bild passt.
Solange man verleugnen will, dass der Mensch eine dimorphe Spezies ist, wird man sich immer wieder über angeborene Geschlechtspräferenzen wundern müssen.
Antwort auf Frauen müssen quasi zu von gorgias
Es stellt sich jedoch die
Es stellt sich jedoch die Frage was der Grund für diesen Zusammenhang Berufswahl ~ Geschlecht ist. Diese Frage ist ansich interessant genug näher betrachtet zu werden. Was ist die Eigenschaft eines Berufes der ihn zu einem männlichen Beruf macht? Was geht in einem prototypischen Mädchen vor wenn sie sich gegen diesen entscheidet. Welche Gründe dominieren?
Es gibt in einigen sicher externe Vorstellungen wie bei der Försterin, Mechanikerin aber es gibt Hinweise auf eine internen ‚Konstitution‘ die gewisse Berufe ausschliesst:
Zumindesten Architektinnen und Programmiererinnen sind für mich nicht unbedingt Berufe in der ich mir hohe Hürden von aussen erwarte. Nicht mehr als bei Juristinnen und Journalistinnen.
Was macht die so unattraktiv für Mädchen?
Antwort auf Es stellt sich jedoch die von Roland Kofler
Frauen sind tendenziell mehr
Frauen sind tendenziell mehr personenorientiert, während Männer mehr Ideen und Dingen, das kann durch die prähistorische Arbeitsteilung erklärt werden, die es zehn- oder auch hunderttausende von Jahren gab. - Je nachdem wo man ansetzen möchte.