SALTO: Die Familie Rieder ist sehr politisch. Maria, Sie sind Landtagsabgeordnete, Monika, Sie Gemeinderätin in Bruneck. Ihr Bruder Hans gründete die Teldra Bürgerliste, Ihr Bruder Hubert war der erste Bürgerlisten-Bürgermeister Südtirols. Wurde Ihnen Politik in die Wiege gelegt?
Monika Rieder: Vielleicht nicht direkt, aber wir sind definitiv in einem politischen Umfeld aufgewachsen. Fernsehen gab es in unserer Kindheit kaum, dafür war das Radio ständig an. Unsere Eltern – beide – haben politische Debatten intensiv verfolgt. Ich erinnere mich, dass mein Bruder Hubert schon Wahlwerbung machte, als ich noch im Kindergartenalter war. Politik war ein fixer Bestandteil unseres Alltags.
War der Schritt in die Politik für Sie also naheliegend?
Monika Rieder: Eigentlich nicht. Ich war immer politisch interessiert, habe aber nicht aktiv mitgewirkt. Der Impuls kam unerwartet – im Urlaub, auf dem Liegestuhl. Das Team K suchte gerade Kandidaten für die Gemeinderatswahlen und mir wurde klar, für mich könnte es interessant sein, Themen, mit denen ich mich beruflich intensiv befasse, auch auf der politischen Ebene zu betrachten und zu bearbeiten. Außerdem ist Neugier und Freude am Lernen ein steter Begleiter meines Lebens … also fand ich die Möglichkeit spannend.
„Zu oft diskutieren wir im Landtag an den Lebensrealitäten vorbei.“
Maria Rieder: Ich habe mich sehr gefreut. Monika bringt unglaublich viel Erfahrung im Bereich Gesundheit, Abhängigkeitserkrankungen und Beratung von Menschen mit – nach jahrelanger Arbeit mit Jugendlichen, Frauen, Familien kennt sie viele ihrer Bedürfnisse. Genau solche Menschen brauchen wir in der Politik: bodenständig, mit praktischer Erfahrung. Zu oft diskutieren wir im Landtag an den Lebensrealitäten vorbei.
Vernünftige Aussagen von…
Vernünftige Aussagen von Maria Rieder zu Anderlan.
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Sie verdienen Respekt, die Schwestern. Und man nimmt ihnen ab, was sie sagen.