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Hoffnung
Herr Renzler lebt für seine Arbeit..er gibt uns Arbeitnehmern Hoffnung, wünsch ihm Erfolg. Blauäugig sind auch wir einfachen Arbeitnehmer nicht mehr, nach dem aufklärenden Frühling der Südtiroler Politik, muss doch ein herrlicher Sommer das Land überströmen.
Ein guter Sommer
Das Duo Amhof-Renzler gibt Anlass zu berechtigter Hoffnung, zumal diese beiden Arbeitnehmer sind, die wissen, wovon sie sprechen. Das Problem ist sicher die Partei. Die war es eigentlich immer schon. Als Sammelpartei beruht die Berücksichtigung des sozialen Flügels auf Ausgleich und da hat bisher die Wirtschaft ihr Übergewicht immer spüren lassen. Nicht zu vergessen, dass zudem viele soziale Maßnahmen auch der Wirtschaft zugute kommen. Umgekehrt ist schon schwieriger. Ich denke, dass die von Helmut Renzler erwähnte Aufarbeitung eigentlich Chefsache sein sollte und das Vertrauen in die Partei und ihre zukünftige Politik ganz allein davon abhängen wird. Ich frage mich, ob nicht genau dies der historische Moment für die Arbeitnehmer wäre, um die Sammelpartei endgültig aufzugeben und getrennte Wege zu gehen. Wie lange hält die SVP diese internen Spannungen und Reibereien noch aus, was bringt dieses ständige Kräftemessen in derselben Partei? Kann eine Volkspartei überhaupt sowiel Sinn für Gerechtigkeit und Ausgleich an den Tag legen, dass das Ergebnis für alle annehmbar wird? Die Zeit der Märchen ist wohl endgültig vorbei, dazu ist die Realität des Alltags zu eindeutig und die probleme können nur noch größer werden und die Konflikte schärfer. Philipp Achammer tut sich beim Schönreden nicht schwer, dafür ist er bekannt. Doch wird sich damit das Volk und speziell die Arbeitnehmerseite noch abspeisen lassen? Ich glaube kaum. Die Suche nach alternativen Parteien ist derzeit in Südtirol gar nicht so leicht, wenn man den Kopf auch zum Denken benutzt. Gerade deshalb erscheint mir der Moment besonders günstig, in Südtirol etwas zu schaffen, was immer schon notwendig gewesen wäre, aber nie möglich war, weil es mit viel Schlauheit, Schminke und schönen Worten bis heute verhindert wurde. Diesen Schritt würde ich als guten Sommer bezeichnen.