SALTO: Frau Luiprecht, was hat Sie nach Wien gezogen?
Carolin Luiprecht: Das war am Ende ein Zufall. Nach meinem Abschluss des Masterstudiums der Kultur- und Sozialanthropologie in München wurde mir angeboten, einen Doktor zu machen. Mich hat es aber eher in die Praxis gezogen und ich wollte aus dem akademischen Betrieb raus. Auch hatte ich das Gefühl, dass ich gerne an einem anderen Ort leben möchte. Als mir ein Freund aus Wien angeboten hat, drei Monate in seine Wohnung zu ziehen, habe ich nicht lange gezögert.
Sie beschäftigen sich also mit kultureller Vielfalt und Migration…
Kulturen und Sprachen haben mich schon immer fasziniert. In meinem Studium habe ich mich viel mit kultureller Vielfalt auseinandergesetzt, also mit dem, was uns unterscheidet, aber vor allem auch verbindet. Dabei spielen Machtstrukturen eine wichtige Rolle und ich begann, mich mit sozialer Gerechtigkeit zu beschäftigen. Denn Rassismus, Sexismus, Klassismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus, et cetera, also Vorurteile und Diskriminierung aller Art, führen dazu, dass Hass und Unverständnis zwischen Gruppen entstehen und dass sich Individuen nicht in ihrem Potential entfalten können und gesehen fühlen.
Interessantes Interview,…
Interessantes Interview, kluge Analyse und klare reflektierte Haltung! Kompliment!
Antwort auf Interessantes Interview,… von hkpeterlini@gm…
Dito. Inspirierend.
Dito. Inspirierend.