Wandertipp
Wir wandern über das Hochplateau von Deutschnofen und entdecken die Urzeitsiedlung Enzbirg mit einmaliger Aussicht.

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In Deutschnofen umrundet ein wunderschöner Themenweg Teile des Hochplateaus. Der „Kirchsteig“ ist mit K gut ausgeschildert, der Weg ist jetzt im Herbst recht einsam, es sind kaum Wanderer unterwegs, dabei sind die Wege abwechslungsreich, in Teilen wunderbar aussichtsreich und sonnig, auch die Waldstücke haben ihren Reiz. 

An besonders interessanten Punkten sind Schautafeln und Erklärungen zu Landschaft, der Berglandwirtschaft und zum Bergbau angebracht, alte Stollen erinnern an die Bergbauzeit, als hier Fluorit abgebaut wurde, ein Mineral das in der Metallindustrie als Flussmittel im Eisenhüttenprozess verwendet wird. Höhepunkt ist der Abstecher zur urgeschichtlichen Wallburg Enzbirg in prächtiger Aussichtsposition.

Lohnende, lange Herbstwanderung mit phantastischer Weitsicht und geeringen Steigungen, sehr gute Markierung

Schwierigkeit: mittel, grobes Steigstück kurz vor Enzbirg. 

Startpunkt: Am Parkplatz bei der Dorfkirche von Deutschnofen 

Strecke: 13,6 km

Gehzeit: 4 h 10 Min 

Höhenmeter: 472 m

Anfahrt: Von Bozen auf der SS 12 bis Kardaun, ins Eggental auf der SS 241 und dann bei Birchabruck auf LS 72 nach Deutschnofen bis zum öffentlichen Parkplatz bei der Kirche (24,9 km ab Bozen).

Öffis: Bus 181 im Stundentakt, Bozen - Deutschnofen, Haltestelle Kirche, Fahrplan unter suedtiromobil.info

 

Zum Wegverlauf

Wir starten am Dorfplatz von Deutschnofen und gehen am Gehsteig der Autostraße westwärts zum Dorf hinaus, nach 450 m verlassen wir die Autostraße und biegen links bergab und folgen den Wegweisern des Kirchsteiges (Markierung K). Durch Wiesen und kurze Waldstücke, teils auf Steigen, teils auf Feldwegen gelangen wir in leichtem Auf- und Ab in 1 h 30 Min. an mehreren großen Bauernhöfen vorbei zum Höggerhof (Einkehrmöglichkeit). Hier biegen wir scharf rechts ab, die Spur führt über eine Wiese, am Waldrand beginnt ein gut markierter Weg, der erst durch hellen Föhrenwald und später Fichtenwald in ein Tal zu einer verfallenen Mühle führt. 

Am Gegenhang wandern wir nun bergauf, nach 15 Minuten sind wir wieder am Hochplateau angelangt. Das Gelände wird wieder weit, in einem kleinen Tümpel spiegeln sich die Dolomiten, inmitten der Wiesen liegt der Bauern- und Gasthof Wölfl. Nach einer wohlverdienten Einkehr folgen wird den Wegweisern nach Deutschnofen, wir sind dabei auf der Trasse vom E5, des Südtirol querenden Europäischen Fernwanderweges unterwegs. Nun geht es ein kurzes Stück auf der Autostraße, dann steil auf einem Steig und dann wieder auf Güterwegen auf Deutschnofen und den Dorfplatz zu. 

Der Badstuber

Auf unserem Weg kommen wir am Badstuber Hof vorbei. Der seltsame Name rührt nicht, wie man voreilig meinen möchte, von einem ehemaligen Badehaus oder einem Bauernbadl her, sondern von vom einstigen Flachsanbau. Die geernteten Flachspflanzen wurden in Wasser eingeweicht, „gebadet“, damit sich die Fasern von den holzigen Teilen lösten, dieser Prozess war das Rösten, das sich wiederum vom Verrotten ableitet. 

Erst nach diesem Verfahren wurden die nun getrockneten Flachspflanzen gebrechelt und die Fasern gekämmt, um dann zu Flachs versponnen zu werden.

Die archäologische Stätte Enzbirg

Die Stätte Enzbirg (auch Enzbirch geschrieben) liegt auf einem felsigen Geländesporn auf 1.273 m ü.d.M. – über 1.000 Meter fällt der steile Hang zum Brantental und ins Etschtal ab. Es ist eine Wallburg, Forscher haben zwei konzentrische Ringwälle aus der Zeit des 11. - 12 Jh. v. Chr. ausgemacht. 

Enzbirg diente in der jüngeren Eisenzeit, also dem 4. und 2. Jahrhundert v. Chr. wahrscheinlich als Wehranlage, um alte Transhumanzwege zu kontrollieren, auf denen man das Weidevieh, als das Hochplateau vom heutigen Deutschnofen nur saisonal beweidet wurde, zum Saisonwechsel auftrieb. Die ursprüngliche Funktion konnte bisher jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

Der Bergbau

Im Brantental wurde in alter Zeit Bergbau betrieben, man schürfte nach Silber, die Ausbeute war aber unergiebig und der Abbau eingestellt. Bis in die 90er Jahre wurde auch Flourit, im Volksmund als Flussspat bekannt, abgebaut. 

Fluorit kommt vorwiegend in der metallverarbeitenden Industrie als Flussmittel zum Einsatz, zum Purifizieren von kieselhaltigem Grafit, zur Herstellung einiger Arten von Glas, von leicht zu mahlendem Zementklinker, von Flusssäure usw., in der Keramik-, Optik- und Kunststoffherstellung sowie bei der metallurgischen Verarbeitung von Bauxit. Warntafeln in bestimmten Gebieten weisen auf einsturzgefährdete Stollen hin daran.

 

Einkehrtipps

Wir kommen an folgenden Einkehrstationen vorbei: 

Hofschank Höggerhof, Prentnerviertel 21, Tel. 0471 616 585. Mi Ruhetag, in der Nebensaison nur an den Wochenenden geöffnet. 

Gasthaus Wölfl, Manee 3, Tel. 0471 616407, Do Ruhetag

Unterwegs finden sich schöne Plätze für eine Jause aus dem Rucksack, z. B. bei Enzbirg.

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