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Der Bürgermeister von
Der Bürgermeister von Schlanders, nun auch Bezirkspräsident, Ortsobmann der SVP und in vielen Vereinen tätig, hat die Politik in die Wiege gelegt bekommen. Er müsste deshalb die besten Voraussetzungen haben, gute Politik zu machen. Die Frage ist nur, wie so oft, was ist gute Politik? Ist dies die Politik für alle Bürger, für Nahestehende und Wichtige oder die Politik für die eigenen Brieftasche. Nun, diesen Aspekt lassen wir mal gänzlich dahingestellt sein.
Mich interessiert weit mehr der Aspekt der Konsensorientierung von Dieter Pinggera.
Das beginnt schon bei den Wahlen. Zweimal im Vinschger Hauptort als einziger Bürgermeisterkandidat angetreten, er kann es selbst entscheiden als Ortsobmann.
Er ist konsensorientiert. Als Alleinvertreter scheint der Konsens perfekt. Aber 44% weiße und ungültige Stimmen bei der Bürgermeisterwahl 2015 und 43% bei der von 2020 sprechen eine andere Sprache. Jeder konsensorientierte Bürgermeister würde den Hut ziehen mit einem solchen Ergebnis.
Dann haben wir einen Gemeindesekretäre, der in vier Gemeinden beschäftigt ist, also ziemlich deckungsgleich mit dem neuen Bezirkspräsidenten. Das ist wieder total konsensorientiert. Auch die Tatsache, dass Herr Pinggera einen Gemeindesekretär duldet, der gleichzeitig auch Sekretär der Fraktion Göflan ist und somit sehr konsensorientiert, was die ganze Marmorgeschichte betrifft. Der Marmor zwingt auch die Südtiroler Freiheit als eventuelle Opposition in die Knie. Vor lauter Konsensorientierung wird sogar der Gemeindeausschuss von fünf auf sieben Mitglied aufgestockt. Der Konsens darf sogar was kosten. Klar, denn die Vertreterin der italienischsprachigen Bevölkerung hat auch ihr statutarisches Recht, im Ausschuss zu sitzen, obwohl die Wahlen das erforderliche Mandatsverhältnis nicht gebracht haben, sondern Rücktritte und Rochaden aller Art. Dies wird alles geduldet, weil man eben konsensorientiert ist. Wen wundert es deshalb, dass die Gemeindebeschlüsse im Vinschger Hauptort meist einstimmig durchgeboxt werden. Ob dies auch in der Bezirksgemeinschaft so möglich sein wird, ist abzuwarten. Der Wille und die Absicht des neuen Präsidenten ist es jedenfalls. Nun, wohl bekomm’s. Solange nicht Demokratie, Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit darunter leiden, soll ruhig „einstimmig“ im Protokoll stehen, weil man eben konsensorientiert arbeitet. Man hat nie was anderes gelernt und auch nicht geduldet.
Antwort auf Der Bürgermeister von von Sebastian Felderer
>Dann haben wir einen
>Dann haben wir einen Gemeindesekretäre, der in vier Gemeinden beschäftigt ist<
Oh, dass wir in Südtirol mit den ganzen Zwerggemeinden, die sich widerstreben zu Fusionieren, sich zumidest einige einen Gemeindesektretär sharen, ist doch zumindest ein Lichtblick.
Der Gemeindesekretär ist übrigens kein politisches Amt, sondern ein Beamter. Somit ist dieser für den politischen Konsens irrelevant.
Herr Felderer ,sie haben in
Herr Felderer ,sie haben in einigen Dingen sicher recht, alles wird von einer Person kontrolliert, das ist nicht nur in Schlanders so. Für mich ist es noch zufrüh um ein Urteil abzugeben, es sind gute Vorsätze vorhanden , ein rießen Programm , sieht nach viel Arbeit aus .. Ich wünsche den neuen Bezirksausschuss viel Kraft ,wenn sie alles umsetzten wollen. Dorfpolizisten sollte Bürgerfreundlicher arbeiten, Zusammenschluss der Ordnungskräfte war ein Fehler.
In Schlanders braucht es Gratisparkplätze für die Teilnehmer der Chrisstudie.
Nur flüssiger Verkehr verursacht weniger Lärm und verschmutzt weniger die Umwelt. Schöne Arbeit.
Da haben die Vinschger sicher
Da haben die Vinschger sicher einen aufmerksamen Zuhörer und einen kompetenten Dirigenten gewählt. Gut auch, dass es die Quotenregelung gibt; ich wünschte mir, für alle politischen Ämter eine 50/50-Regelung, zumal die Wertschätzung des Lebens (und damit auch der dringend notwendige Klimaschutz), Kooperation anstatt Konkurrenz und Dialog anstatt Streit eher Stärken von Frauen sind.