Risikosport
Dieser Artikel ist für dich kostenlos. Unabhängiger Journalismus in Südtirol braucht aber deine Unterstützung. Wir würden uns daher freuen, wenn du ein SALTO Abo abschließen würdest. Vielen Dank!
Jetzt S+ abonnieren!Dieser Artikel ist für dich kostenlos. Unabhängiger Journalismus in Südtirol braucht aber deine Unterstützung. Wir würden uns daher freuen, wenn du ein SALTO Abo abschließen würdest. Vielen Dank!
Jetzt S+ abonnieren!
Ja, die tollen Hechte, die
Ja, die tollen Hechte, die sich was trauen! Ich denke da an einen Fall in D, wo ein Familienvater mit 4 kleinen Kinder am Nürburgring bei einem Tourenwagenrennen tödlich verunglückt ist. Ja, was soll denn das, wenn man(n) für die Frau + Kids verantwortlich ist? Manchmal ist zuhause bleiben zwar uncool, aber viel sozialverträglicher und letztlich wert-voller.....
Antwort auf Ja, die tollen Hechte, die von Sigmund Kripp
Invece che restare a casa in
Invece che restare a casa in pantofole non sarebbe male quantomeno farsi una bella assicurazione in caso morte, come del resto accenna anche la Sig.ra Bortoluzzi.
ma a queste assicurazioni non pensa mai nessuno, se non dopo quando ormai è tardi....
Ich finde Frau Bertoluzzi
Ich finde Frau Bertoluzzi trägt, in dem sie an die Öfentlichkeit tretet, einen wichtigen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Diskussion bei. Doch einen Tabubruch oder Gratwanderung kann ich darin nicht sehen. Sie ist in ihrer Position unangreifbar und menschlich leicht nachvollziebar.
Was aber beindruckend ist, ist dass Frau Bertoluzzi den emotionalen Kraftakt und die persönliche Überwündung an den Tag gelegt hat, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Das möchte ich hier nochnals anerkennen.
Stimme gorgias zu:
Stimme gorgias zu: unangreifbare Stellungnahme. Aber: wo hört das bewusste Risiko auf? Wenn es nicht mehr Hobby ist? Am meisten sterben immer noch bei Verkehrsunfällen und recht weniger schlimm (emotional und finanziell) ist es auch in solchen Fällen wohl selten für zurückgebliebene Familien (zumindest bei Selbstverschulden).
Antwort auf Stimme gorgias zu: von Martin B.
Sicher ist das Risiko beim
Sicher ist das Risiko beim Autofahren zu sterben auch gegeben. Mann kann das aber nicht vergleichen: vor allem nicht im Verhältnis. Vergleicht man die Anzahl der Autofahrer mit jener der Extremsportler kommt sicher ein sehr ungünstiges Verhältnis für die Extrem- und Risiko-Sportler heraus!
Antwort auf Sicher ist das Risiko beim von Sepp.Bacher
Noch einmal: was ist anders
Noch einmal: was ist anders wenn die zurückgebliebene Familie emotional und finanziell genauso leidet? Auch ein Autofahrer kann bewusst etwas mehr Risiko (Stress, Eile, usw.) in Kauf nehmen. Niemand wird ihm dasselbe bewusste Inkaufnehmen wie Bergsteigern usw. vorwerfen. Ich kann aber doch keinen essentiellen Unterschied sehen, aber es ist natürlich schwierigeinzuschätzen solange man selbst nicht in der Situation ist.
Neben der Verantwortung der
Neben der Verantwortung der Väter, sollte man aber auch andere „Beteiligte“ klar benennnen. Über die Werbung wird ein weichgezeichnetes für jedermann konsumierbares Produkt „Abenteuer“ geschaffen. Jene die den Profit erwirtschaften, sollten auch an den Kosten beteiligt werden. #Kostenwahrheit
Antwort auf Neben der Verantwortung der von Christian Mair-2269
Darin sehe ich mehr eine
Darin sehe ich mehr eine Abgabe der Verantwortung. Die Verantwortung trägt immer die Person die sich in den Gefahrensituation begibt. Wenn schon soll diese die Kosten tragen, indem man eine Pflichtversicherung einführt und bei jedem Notfalleinsatz einen Selbstkostenbeitrag verlangt, der im Falle von grober Fahrlässigkeit bis zu den Gesamtkosten reicht. Das ist wahre Kostenwahrheit, denn warum soll ich mehr für eine Winterjacke zahlen, nur weil ihrgendwelche Trottel oder Spinner vom Berg herunterfallen?
Ich unterstütze Bortoluzzi
Ich unterstütze Bortoluzzi und sehe das auch so, bei Familiengründung zurückstecken oder Familienmitglieder gut versichern.
Kostenwahrheit: Dicke Menschen, Raucher und Menschen die sich gesundheitsschädlich verhalten, viel Alkohol konsumieren, müssten ebenso höhere Versicherungskosten tragen. Oder Unternehmen die gesundheitsschädliche Produkte od Stoffe verarbeiten inkl. Zucker, Fett etc. müssten beteiligt werden. Das Versicherungsprinzip ist immer eine ethische u gesellschaftspolitische Frage und sollte nicht populistisch ausgeschlachtet werden.
Antwort auf Ich unterstütze Bortoluzzi von woergel klaus
Ja dort (Dicke Menschen,
Ja dort (Dicke Menschen, Raucher, Menschen/Unternehmen die sich gesundheitsschädlich verhalten) gehörte auch anzusetzen. Die Details sind halt immer schwierig, also braucht es wohl einen 2/3 Mehrheitswillen.
Come già anticipato da altri,
Come già anticipato da altri, guidare non è certo attività meno rischiosa anzi.... Eppure qui non c'è nessuno scandalo ed anche qui la „colpa“ è quasi sempre dell’asfalto viscido o delle condimeteo avverse, quasi mai del guidatore che non ne ha tenuto conto....
Assicurarsi adeguatamente è l’unica soluzione (non faccio l’agente assicurativo, lo penso veramente!)
Familie zu haben ist wohl das
Familie zu haben ist wohl das schönste auf der Welt, ist zwar anstrengend und man hat keinen Sportwagen mehr aber eine Familienkarosse. Immer wenn ein Vater oder eine Mutter umkommt fehlt mehr als die geliebte Person, es fehlen eben Mithilfe und Einnahmen welche vor allem für die Kinder sehr wichtig sind. Eine Lebensversicherung um zumindest die finanziellen Sorgen zu mindern sollte für jeden der Familie hat ganz einfach dazu gehören. Die Jahresprämie für eine anständige Absicherung ist geringer als ein neues paar Tourenschi oder ein Satz Alufelgen. Es gehört zur moralischen Pflicht seine Familie abzusichern.
Ich bin eine "Familienmutter"
Ich bin eine „Familienmutter“ - alleinerziehend weil getrennt, in Vollzeit arbeitend, sowohl wirtschaftlich als auch erzieherisch für meine beiden Töchter sowie für die Tilgung eines Wohnbaudarlehens verantwortlich und Bergsteigerin aus Leidenschaft.
Ich möchte eine weitere Sichtweise – jene einer Frau und Mutter – vorlegen und wenn möglich für jene, welche diese Leidenschaft nicht teilen sich schwer tun zu verstehen, was der alpine Lebensraum für uns bedeutet und warum wir uns immer wieder dahingezogen fühlen, verständlich machen.
Es gibt viele Gründe, warum man im Leben plötzlich alleine da stehen kann und für Familie und Schulden alleine aufkommen muss. Es kann eine Trennung oder ein Schicksalsschlag sein, der Auslöser kann vielseitig sein, der Ausgang der gleiche.
Mancher vergleicht die Leidenschaft zum Bergsteigen hier mit einer „Suchterkrankung“. Was ich aber nicht verstehen kann ist, warum Raucher, Trinker, Spieler nicht an den gleichen Pranger gestellt werden. Wie viele rauchende Familienväter und -mütter gibt es? Die Zahlen der Menschen, welche an Folgen des Rauchens, des Übergewichtes oder des übermäßigen Alkoholkonsums sterben stehen in keinerlei Proportion mit jenen der Alpinisten, die jährlich ihr Leben am Berg verlieren. Aber wird ein Raucher der sich seine Zigarette anzündet oder dem Barbesucher der sich gerade sein nächstes Bier bestellt je gefragt, ob er denn nicht an seine Familie denke? Die Kosten welche durch solche Fehlverhalten auf die Kollektivität fallen sind extrem hoch, ein Bergsteiger der verunglückt hinterlässt höchstens ein Loch in seiner Familie und seinem sozialen Umfeld.
Natürlich ist hierbei eine finanzielle Absicherung vorteilhaft – es ist aber schwer und v.a. sehr kostspielig, eine private Lebensversicherung abzuschließen, die diese „Risikosportarten“ absichert. Hier müsste die Gesellschaft einiges nachholen um nachträglich Situationen von wirtschaftlichen Engpässen zu vermeiden.
Wie alle Alpinisten versuche ich, das Restrisiko auf ein Minimum zu reduzieren – wir gehen in die Berge mit dem Ziel, wieder nach Hause zu kommen. Wer mit uns eine Beziehung eingeht weiß vom Anfang an, was wir tun und dass es ein wichtiger Teil von uns ist.
Die Risiken für eine Familie,
Die Risiken für eine Familie, wenn man sich entscheidet eine solche zu gründen, bzw. für die Angehörigen abzusichern, ist wohl das mindeste an Verantwortung, die man hat. Natürlich spricht das Gefühl der Verantwortlichkeit auch dafür, wenn die Kinder noch klein sind, auch in dieser Zeit die extremen Risiken möglichst zurück zu stecken. Das habe ich ja selber erlebt und auch getan zu jener Zeit und habe die Zeit der Touren und Ausgesetzheiten eingeschränkt. Das hat mich zumindestens davor bewahrt, mit einem Mitanhörigen (in diesem Fall nicht Familienvater) seinerzeit in den Lawinentod zu stürzen und noch mehr Unglück bei meinen Angehörigen hervor zu rufen.