Sie sind nicht zu übersehen, die Container in der 4. Novemberstraße, neben dem Meraner Bahnhofareal. Dennoch muss man über den gesellschaftlichen Tellerrand hinausblicken, um zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Der Sozialarbeiter und ehemalige Freiwillige beim Roten Kreuz Badr Brir ist Leiter des Kältenotfallzentrums – Emergenza Freddo und erklärt, wie die Pläne nun für den Sommer aussehen, nachdem die Struktur Ende April geschlossen wurde.
In Meran bieten verschiedene Organisationen und Institutionen ein breit gefächertes soziales Auffangnetz – wie Stadtrat Stefan Frötscher berichtet, der für den Bereich Soziales zuständig ist. Beide – Brir und Frötscher – sind sich einig: Wirksame Maßnahmen gegen Obdachlosigkeit benötigen eine langfristige Strategie und einen offenen Dialog. Dabei bewegen sich Hilfsangebote oft auf einem schmalen Grat zwischen notwendiger Unterstützung und der Gefahr eines sogenannten „Obdachlosentourismus“.
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