Aus dem Blog von salt & pepe
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Schöner Artikel - bis auf dem derangierten letzten Absatz
der Israel in einer Position der Stärke hinstellt in der man großzügig Zugeständnisse machen könnte.
Israel ist von Staaten umgeben die alle am liebsten einen jüdischen Staat aus der Landkarte tilgen möchte. Solange diese Situation nicht gelöst ist, wird es für Israel schwer sein die besetzten Gebiete aufzugeben. Israel ist an seiner schmalsten Stelle zwischen Mittelmeer und dem West-Jordan nur 15 km. Wie soll man sich hier noch verteidigen.
Davon abgesehen dass die Palesinenser selbst auch unfähig sind sich selbst organisieren. Nach dem Rückzug 2005 aus dem Gaza-Streifen kam es zum Bürgerkrieg zwischen Fatah und Hamas und die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen nahmen zu. (http://de.wikipedia.org/wiki/Gazastreifen#2005 )
Und die Häfte der Palestinenser ist nicht unter 24 sondern unter 14 (http://de.wikipedia.org/wiki/Gazastreifen#Bev.C3.B6lkerung ), und das ist auch kein Wunder denn der Gazastreifen hat die höchste Geburtenrate weltweit und die Bevölkerung hat sich seit 1967 mehr als verfünfacht.
Palästina erhält von der EU seit Jahren humantitäre Unterstützung, doch das wurde wohl kaum im Karikaturenstreit berücksichtigt: "Am 2. Februar 2006 schloss die EU ihr Büro in Gaza, nachdem dieses von palästinensischen Extremisten belagert worden war. Unterdessen drohten al-Aqsa-Brigaden und der Islamische Dschihad mit der Entführung von Staatsangehörigen von fünf europäischen Staaten (darunter Frankreich, Norwegen, Dänemark und Deutschland) im Westjordanland. Tatsächlich wurde ein Deutscher entführt, jedoch bald wieder freigelassen."
Wer jetzt noch meint Israel leistet sich zu wenig Großzügigkeit aus einer Position der Stärke der sollte sich vorstellen der Gazastreifen wäre 20 oder 30km vom eigenen Haus entfernt.
Antwort auf Schöner Artikel - bis auf dem derangierten letzten Absatz von gorgias
Lieber gorgias, danke für das
Lieber gorgias, danke für das lob und die kritik.
du schreibst „Israel ist von Staaten umgeben die alle am liebsten einen jüdischen Staat aus der Landkarte tilgen möchte“. nun, dies mag das subjektive Empfinden von Teilen der israelischen Gesellschaft sein, es ist aber faktisch falsch: Von den vier unmittelbaren Nachbarstaaten Israels haben zwei einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen (Ägypten, Jordanien), während die anderen beiden (Libanon, Syrien) zwar wohl ungelöste Dispute mit Israel haben (und Teile ihres Staatsgebietes von Israel besetzt waren oder immer noch ist), aber militärisch Israel völlig unterlegen sind. Die weiteren Nachbarstaaten (Saudi Arabien, die Golfstaaten, die Türkei) haben Israel implizit oder explizit anerkannt, sich mit seiner Existenz abgefunden, und teilweise (etwa in Bezug auf den Iran) sogar ähnliche Interessenslagen. Selbst die Palästinenser wünschen sich nicht Israels Auslöschung, wie oft berichtet wird; die PLO hat Israel anerkannt, und kämpft allein dafür, dass auch Palästina von den Israelis anerkannt wird. Und selbst die Hamas, wenn sie auch rhetorisch davon prahlt, sie werde ganz Palästina befreien, hat doch Israels als faktisch existierend anerkannt, hat Waffenstillstände abgeschlossen etc.
Die Zahlen in Bezug auf das Durchschnittsalter beziehen sich auf die Westbank und den Gazastreifen, nicht nur Gaza alleine.
Wenn du Stärke in militärischer Stärke misst, dann ist Israel tatsächlich, nicht nur als einzige Atommacht des Nahen Ostens sonder auch was konventionelle Waffen angeht, allen seinen Nachbarn haushoch überlegen.
Antwort auf Schöner Artikel - bis auf dem derangierten letzten Absatz von gorgias
Alles wird aber nicht eingebildet sein
http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-droht-israel-und-bruestet-si…
Nebenbei wurde der Frieden mit Ägypten geschlossen als noch das Regime Mubarak an der Macht war. Die Beziehungen der Türkei haben sich auch geändert seit Erdogan die kemalistischen Kräfte immer mehr schwächt. Israel mag Atomwaffen verfügen, zu einer funktionierenden Abschreckungsstrategie gehört aber auch ein eigenes Territorium von einer betimmten Größe und dafür hat Israel nichts herzugeben. Jedenfalls nicht ohne starke strategische Verluste hinnehmen zu müssen.
Ich würde mir im Nahen Osten nur das sicher sein, wo ich selbst unmittelbar den Auslöser betätigen kann.